Liebe Topographen und -freunde,
Kann mir jemand mit Angaben über das Lokal "Zum Prälaten" weiterhelfen?
Es befand sich in den Stadtbahnbögen südlich des Bahnhofs Alexanderplatz, in der Dircksenstraße.
Ich bräuchte Informationen über die Jahre um 1900.
mail an: heinemann@stadtmuseum.de
Danke!
Kann mir jemand mit Angaben über das Lokal "Zum Prälaten" weiterhelfen?
Es befand sich in den Stadtbahnbögen südlich des Bahnhofs Alexanderplatz, in der Dircksenstraße.
Ich bräuchte Informationen über die Jahre um 1900.
mail an: heinemann@stadtmuseum.de
Danke!
b.goebel - am 4. November 2005, 23:05
wilbur meinte am 8. Nov, 21:49:
betr.: prälat
welche art angaben sollen das denn sein ? wir können dann mal in unserer sammlung im mittemuseum nachsehen. allthebest
wilbur :-)
gerdheinemann antwortete am 9. Nov, 08:29:
Zum Prälaten
Ich suche Angaben zur Eröffnung des Prälaten in den Stadtbahnbögen am Aleaxanderplatz und zu dessen "innerer" Beschaffenheit. Waren das fünf Bögen zwischen Durchgang Stadtbahn an der Königstraße und Grunerstraße, wieviel Plätze gab es insgesamt drinnen und draußen, gab es neben der Stehbierhalle "Alt Berlin" noch andere Kneipen darin und gibt es Berichte von besonderen Ereignissen - alles vor 1900(!)gerdheinemann
L.Mauersberger meinte am 9. Nov, 09:45:
Bilder
Zum Prälaten gibt's eine Anzahl Bilder imwww.berlin-mitte-archiv.de
unter "Alexanderplatz", leider etwas verstreut.
Ich kann aber auch nochmal gezielt nachsehen.
L.Mauersberger meinte am 10. Nov, 10:23:
Zum Prälaten
Der Prälat bestand vermutlich seit der Eröffnung der Stadtbahn. Eine frühe Abbildung der Stadtbahnunterführung , auf der das Wirtshausschild zu erkennen ist, stammt aus dem Jahre 1885 (Holzstich nach Zeichnung v. W.Geißler, in "Alexanderplatz, Ort deutscher Geschichte, Berlin 1980, Abb.16)In den dreißger Jahren befand sich das Wirtshaus "Zum Prälaten" in allen sechs Stadtbahnbögen (Nr.112-117) zwischen Königstraße und Grunerstraße, es gab Tische und Stühle auf dem Bürgersteig der Dircksenstraße und ein kleines Gelände südlich der Stadtbahn gehörte zum Prälaten (vielleicht als Anlieferung/Lagerung)
In den dreißiger Jahren hatten die Bögen eigene Themen: Konzertbogen, Berolinabogen, Weinstube...)
Ob die Ausdehnung des Lokals um 1900 bereits sechs Bögen umfaßte läßt sich nur mutmaßen, ebenso ob die die thematische Bezeichnungen bereits früher und in der Form existierten. Das gesamte Lokal wurde in den dreißgern stark umgebaut und modernisiert und vielleicht auch erweitert.
Vor dem Umbau, also auch um 1900 war das Lokal im Innern geprägt durch eine rustikale Ausstattung, Holzvertäfelungen, Schnitzereien, bleiverglaste Fenster.. usw. im Zeitgeschmack.
Im Berlin-Mitte-Archiv gibt es zwei Abbildungen des Gastraumes 1905, 1910 (beide online in der Datenbank zu finden).