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Seit dem 10. August ist keine Neuigkeit mehr in diesem Forum gepostet worden! Um diese Scharte wieder wettzumachen, erfolgen hiermit neun Ankündigungen und Informationen auf einmal.

Die lange Vorgeschichte der Planung einer zentralen Berliner Architektursammlung
Die Vorgeschichte der Planung einer zentralen Berliner Architektursammlung bzw. wenigstens eines zentralen Kataloges plus gemeinsamer Ausstellungsvorhaben ist erstaunlich lang: über 30 Jahre. Denn bereits am 23. Juli 1973 stellte der CDU-Abgeordnete Boroffka folgende Kleine Anfrage an das Berliner Abgeordnetenhaus: "Welche Institutionen in Berlin sammeln Bauzeichnungen historisch wertvoller Architektur? [] Ist jemals daran gedacht worden, diese Sammlungen zusammenzuführen, um eine leichtere Katalogisierung und verbesserte Auswertung zu ermöglichen und überdies eine besondere, repräsentative Sammlung zu erhalten?" (Quelle: Mitteilungen des Präsidenten des Abgeordnetenhauses 6/1099 vom 19.10.1973, zitiert nach: MuseumsJournal Nr. 4, April 1988, S. 1). Diese Anfrage blieb bekanntlich folgenlos; sie lebte aber in den 1980er Jahren im Gefolge der IBA-Abwicklung und der Wiederherstellung der Ruine des Kunstgewerbemuseums (des Martin-Gropius-Baus) wieder auf. Diesmal war daran gedacht, die Architektursammlungen des Landesarchivs, der TU, der Hochschule der Künste, der Kunstbibliothek, der Oberfinanzdirektion und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Martin-Gropius-Bau zwar räumlich unter dem Dach der neugegründeten Architektursammlung der Berlinischen Galerie zusammenzuführen, institutionell aber weiterbestehen zu lassen. Aber auch diese Initiative verlief im Sande. Man darf gespannt sein, welchen Weg die vor wenigen Jahren von der "Internationalen Bauakademie Berlin" angeregte sammlungsübergreifende Kooperation einschlagen wird.

Kolloquium "Drei Jahrzehnte städtebauliche Denkmalpflege in Berlin"
Termin: Freitag 24. September 2004, 10.00-16.00 Uhr
Ort: Architekturgebäude der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni 150/152, Kleiner Hörsaal, Raum A 053
Das Landesdenkmalamt Berlin und das Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin veranstalten ein Tageskolloquium zur Verabschiedung von Manfred Hecker, Rolf L. Schneider, Dr.-Ing. habil. Dietrich Worbs unter dem Thema "Geschichtszeugnisse in der Großstadt. Drei Jahrzehnte städtebauliche Denkmalpflege in Berlin". Mitwirkende in der Reihenfolge ihres Erscheinens: Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, Prof. Dr. Jörg Haspel, Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Ingrid Bartmann-Kompa, Klaus Lingenauber, Dr. Klaus Duntze, Christina Czymay, Cornelius van Geisten (angefragt) und Dr. Karin Wagner.

Ausstellung "Non Standard Cities"
Die Ausstellung "Non Standard Cities" (19.09. - 17.10.2004) ermöglicht gegenwärtig das Betreten der riesigen ehemaligen Rinderauktionshalle des Zentralen Vieh- und Schlachthofs in Prenzlauer Berg (direkt südlich des S-Bahnhofs Storkower Straße).
http://www.nonstandardcities.urbandialogues.de

Feier der ersten vollständigen Berliner K5 seit 95 Jahren, am 28. September 2004 ab 16 Uhr im Landesarchiv Berlin
2004 gelang es den kooperierenden Vermessungsämtern der Berliner Bezirke erstmals seit der Bildung der Stadtgemeinde Berlin 1920, ein einheitliches Kartenwerk im Maßstab 1:5.000 in einer homogenen Zeitschicht (2003) abzuschließen. Seit der Neuvermessung der Stadt 1867 - 1899 und den darauf basierenden diversen Kartenwerken, also quasi seit ca. 1910, ist 95 Jahre Wasser die Spree heruntergeflossen, bevor es nunmehr wieder eine derartige kartographische und Planungsgrundlage für Berlin gibt. Diese Leistung ist für die Deutsche Gesellschaft für Kartographie Berlin-Brandenburg Anlaß für eine feierliche Zusamenkunft am 28. September 2004 ab 16 Uhr im Landesarchiv Berlin.

http://www.kulturforum-dialog.de
Ein Beispiel für intelligenten und erfolgreichen Medieneinsatz in der öffentlichen Diskussion des wichtigen Berliner Stadtplanungsvorhabens Kulturforum (von Nikolaus Bernau treffen "Schlossplatz West" genannt).

Munzinger-Archiv kostenlos zugänglich
Munzinger-Archiv ist in der ZLB (http://www.zlb.de) in der Breiten Straße (angeblich) kostenlos zugänglich (ich habe es aber noch nicht persönlich ausprobiert).

Digitale Geschichte der Berliner Stadtentwicklung
Ein umfangreiche, sehr empfehlenswerte digitale Geschichte der Berliner Stadtentwicklung ist vom Luisenstädtischen Bildungsverein ins Netz gestellt worden:
http://www.luise-berlin.de/Stadtentwicklung/index.html

Werkschau Jonas Geist
Am 30.9.2004, 19:00 Uhr, wird eine Werkschau von Arbeiten des Berliner Architekten, Stadtplaners, Kulturhistorikers, Künstlers und Hochschullehrers Jonas Geist eröffnet.
Ort: Unterwegs Antiquariat und Galerie (http://www.berlinbook.com), Torstraße 93, 10119 Berlin. Dauer der Ausstellung: bis 23.10.2004.

Paul Kahlfeldt: Berliner Backsteinbauten von Hans Heinrich Müller
Am 30.9., 19:30 Uhr, wird das Buch von Paul Kahlfeldt: "Die Logik der Form. Berliner Backsteinbauten von Hans Heinrich Müller" (Jovis Verlag Berlin 2004) im ehemaligen Umspannwerk Humboldt in der Kopenhagener Straße in Prenzlauer Berg der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Wichtig für die Stadtentwicklung in Westberlin nach 1945 war der hohe Grad an Kommunalisierung von Grund und Boden. Das lag nicht nur in den umfangreichen und ruinösen Grundstücksankäufen der Weimarer Zeit und den zusätzlichen Enteignungen unter den Nationalsozialisten. Wichtig war auch ein Abkommen zwischen dem Senat von Berlin und den jüdischen Treuhandorganisationen, das 1955 geschlossen wurde.
Die Treuhandorganisationen hatten bis zu jenem Jahr eine Vielzahl an Grundstücken zugesprochen bekommen. Zudem waren viele Verfahren anhängig, in deren Ergebnis der Immobilienbesitz dieser Organisationen noch weiter gestiegen wäre. JRSO & Co. hatten aber an sich gar kein Interesse an Häusern. Sie brauchten lediglich Geld, daß sie im Ausland für jüdische Institutionen und Belage einsetzten. Der Immobilienmarkt in Westberlin lag am Boden, weil zum einen der Zustand der meisten Häuser in Folge von Kriegsschäden katastrophal war und zum anderen die unsichere Stellung Westberlins auswärtige Investoren davor abschreckte, sich zu engagieren. Ein Verkauf der Häuser zu annehmbaren Preisen war auf absehbare Zeit nicht möglich.
Die Treuhandorganisationen schlossen deshalb am 1. April 1955 besagtes Abkommen mit dem Senat, laut welchem das Land Berlin sämtlichen Immobilienbesitz der JRSO, der JTC und der JTC BF übernahm, ergänzt um alle Immobilienansprüche, die die Treuhandorganisationen zu jener Zeit verfolgten. Im Gegenzug zahlte Berlin 13.500.000 DM, wovon 1.000.000 DM an die wiedergegründete Jüdische Gemeinde Berlin ging. Leider kenne ich den Umfang der Immobilientransaktion nicht. Man kann aber wohl davon ausgehen, daß der Senat auf diese Weise mit einem Schlag Eigentümer von tausenden, wenn nicht zehntausenden Berliner Grundstücken wurde.
Interessanterweise steht die Jewish Claims Conference, Nachfolgerin der JRSO, heute vor einem ähnlichen Problem. Sie hat keinerlei Interesse daran, die ihr übertragenen Häuser in Ostberlin zu behalten. Da aber die Immobilienpreise nun schon über lange Zeit auf Tiefstständen angekommen sind, erweisen sich die Besitztümer gerade in den Außenbezirken als unverkäuflich. Der Häuserblock in Johannisthal, Waiblinger Weg/Ecksteinweg zum Beispiel gehört seit Jahren der Claims Conference. Es gibt durchaus Interessenten dafür, die aber nicht den von der Claims geforderten hohen Preis bezahlen wollen. Die Claims selbst verzichtet auf jegliche Investitionen und sorgt auch nicht für Neuvermietungen, was zu einem Niedergang des gesamten Blocks in der Sozialstruktur und im öffentlichen Erscheinungsbild führt. Außerdem gibt es zunehmend Probleme mit drogenabhängigen Jugendlichen, die die weitgehend leeren Aufgänge für ihre Partys nutzen. Nur diesmal wird der Senat wohl zu keiner Pauschalübernahme bereit sein, denn die Zeit der Milliardensubventionen ist vorbei und das Land bankrott.

(Quelle für die Nachkriegszeit: Charles I. Kapralik: Reclaiming the Nazi loot. The history of the work of the Jewish Trust Corporation for Germany; London 1962, vor allem S. 102-104.)

Die hompage des Landesarchivs (http://www.landesarchiv-berlin.de) ist relauncht worden und bietet zudem wesentlich mehr Informationen, z.B. eine aktuelle Beständeübersicht und zahlreiche Photos, als zuvor!

Sebastian Panwitz machte mich darauf aufmerksam, daß Markus Röhling ihm gesagt habe, daß die Berliner Adreßbücher unter http://adressbuch.zlb.de/index.htm wieder kostenlos zugänglich sind! Es gibt doch noch (kleine) Fortschritte!

Vom 29. Juni bis 10. Juli zeigt das Schinkelzentrum der TU Berlin die Ausstellung: "Terezín/Theresienstadt – Vergegenwärtigung von Stadtgeschichte. Festungs-, Stadt- und Baupläne der Planstadt des 18. Jahrhunderts".
http://www.schinkelzentrum.tu-berlin.de/terezin/index.html

Auch das 2. Topographentreffen verlief zur allgemeinen Zufriedenheit. Fast alle Teilnehmer des ersten Treffens waren wieder versammelt, mit Ausnahme von Lutz Mauersberger und Ralph Hoppe, die durch eigene bzw. eines Kollegen Krankheit verhindert waren, und Herrn Prof. Demps. Außerdem stießen Thomas Friedrich vom MD Berlin und Marie-Luise Surek-Becker, die das vielen Topographen schon bestens bekannte Antiquariat "Unterwegs" (http://www.berlinbook.com) betreibt, zu uns.

An den ca. 90minütigen regen Austausch über:
- die Geschichte des Versammlungsortes Diener-Tattersall
- die Entdeckung eines bislang unbekannten Liebenow-Plans durch Herrn Schulz
- die geplante Veröffentlichung von ca. 100 historischen Plänen und 300 aktuellen Planausschnitten durch Herrn Stimmann
- die eigene Internetpräsentation bzw. das eigene Online-Forum
- die Struktur einer MySQL-Datenbank für die topographische Berliner Forschung
schloß sich der bis Mitternacht dauernde informelle Teil des Abends an.

Der geneigten Aufmerksamkeit seien noch zwei Links empfohlen:
- Das wichtigste Beispiel für ein Broker-Programm, das heterogene Datenbanken deutschlandweit durchsucht und die Abfrageergebnisse in einheitlicher Form präsentiert, ist http://www.prometheus-bildarchiv.de
- Ganz besonders empfehle ich das Kulturgüterkataster der Stadt Wien: http://service.wien.gv.at/kulturkat/html/start.asp Hierbei handelt es sich um die meines Wissens nach avancierteste 2D-Visualisierung der Geschichte und Gegenwart einer europäischen Großstadt. Ein Stadtplantool erlaubt die frei gewählte Darstellung einer großen Anzahl von Informationen – von den ältesten Katastergrenzen, über archäologische Fundstellen und bestehende Baudenkmalen bis hin zu aktuellen Photos fast aller Fassaden der inneren Stadt. Eine solche Datenbank und ihre benutzerfreundliche Visualisierung stellt für Berlin ein dringendes Desiderat dar.

Das 3. Topographentreffen findet übrigens am 11. August ab 17 Uhr statt. Zum vormerken die weiteren Termine für 2004: 13. Oktober und 8. Dezember.

Am 01.06.2004 findet das Architekturgespräch 63 statt. Verschiedene Architekten und nicht zu vergessen, Herr Stimmann stellen Ergebnisse eines Stegreifentwurf-Workshops zur Neu- und Umgestaltung des Areals zwischen Molkenmarkt und Littenstraße vor. Die Einladung ermuntert ausdrücklich zu kritischer Diskussion!

19.00, Neues Stadthaus, Großer BVV-Saal, Parochialstraße 3, 10179 Berlin, U-Bahn Klosterstr.

Liebe Mittopographen, wir treffen uns am Mittwoch, dem 9. Juni, ab 17 Uhr im Charlottenburger Diener Tattersall, Grolmanstraße 47, um alte und neue Erkenntnisse auszutauschen. Bitte darum, den Termin vorzumerken.

Es gibt einen neuen Veranstaltungsort in Berlin-Mitte, das Unterwegs-Antiquariat in der Torstraße 93. Hier finden in unregelmäßigen Abständen Vorträge und Diskussionen zu Themen der Berliner Geschichte statt.
http://www.antiquariat.net/berlinbook

Als kleinen Vorgeschmack für eine künftige Rubrik auf der Topographen-Seite, an dieser Stelle drei Hinweise auf Rezensionen (in eigener Sache) zum Reprint des Straube-Plans aus 1910, die nicht nur für die eingeschworene Topographen-Runde von Interesse sein dürfte. Die Journalisten Kai Ritzmann und Nikolaus Bernau rezensierten das o.g. Kartenwerk aus unterschiedlicher Perspektive, ab immer mit dem Bezug auf die heutige Stadt. Ganz dicht an den Intentionen des Herausgebers, des Verlags wie auch des Autors des Begleitheftes wird der Stadtgrundriss aus 1910 als Vergleichsfolie für die heutigen Wüstungen, Verwerfungen und Überformungen unserer Stadt genutzt. Bedauernd, wenn auch nicht besonders verwunderlich darf noch angemerkt werden, dass die herausragende kartographische wie verlegerische Leistung von Julius Straube in diesen Rezensionen keine Würdigung findet. Hier die URLs: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040426/berlin/story674443.html;
http://www.wams.de/data/2004/04/18/266179.html?search=gauglitz&searchHILI=1;
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/

Zu einem der ältesten, noch im Stadtbild präsenten Berliner Bauwerke veranstaltet das Landesdenkmalamt Berlin das Kolloquium "Heilig-Geist-Kapelle: Geschichte - Forschung - Restaurierung". Aus den Quellenrecherchen, Voruntersuchungen und archäologischen Befunden wurde ein dichtes Programm für den 15. Mai 2004, ab 9 Uhr im Berliner Rathaus entworfen. Referenten sind u.a. Prof. L. Demps, Prof. E. Badstübner, Michaela van den Driesch, Dr. P. Fuchs u.a.m.
Das LDA bittet um Bestätigung der Teilnahme am Kolloquium und der angebotenen Führung bis zum 30. April an folgende e-mail-Adresse: landesdenkmalamt@senstadt.verwalt-berlin.de

Es gibt wider Erwarten sogar ein "kartographisches Magazin" im Fernsehen: Artes "Mit offenen Karten" wird mittwochs um 22:30 Uhr ausgestrahlt.
http://w3.arte.fr/ledessousdescartesde

Der bereits vor zwei Wochen thematisierte 2. Band der "Baugeschichte Berlin" von Helmut Engel wird
am Montag, 26. April 2004 um 13.00 Uhr
im Berliner Rathaus, Raum 219, der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Nähere Informationen s. unter: http://www.screengarden.de/jovis/aktuell.php3?u=

Photos von Sibylle Bergemann und Arno Fischer
bis 20.04 täglich von 14 bis 20 Uhr
Finissage am 19. April um 14 Uhr
Am Schiffbauerdamm 12
10117 Berlin

Details s. unter http://www.rbb-online.de/_/stilbruch/beitrag_manuskript_jsp/key=stilbruchbeitrag_369795.html

Am kommenden Montag, dem 19. April, findet ab 18 Uhr im Zentrum für Berlin-Studien, Breite Straße 36, das nächste Berlin-Labor der Agentur Zeitreisen statt. Themen sind das wilde KZ im Wasserturm in Prenzlauer Berg und die verlorene mittelalterliche Kunst Berlins am Beispiel eines Altars in St. Marien.

Gestern entdeckte ich zufällig in einer Buchhandlung das neue Buch des ehemaligen Landeskonservators Helmut Engel: Es handelt sich um den zweiten Band eines auf drei Bände angelegten Werkes namens "Baugeschichte Berlin" (der Band behandelt die Jahre 1861 bis 1918). Das von der Preußischen Seehandlung geförderte Buch verbirgt sich unter einem goldfarbenen Schutzumschlag (!), trägt den vielsagenden Untertitel "Umbruch, Suche, Reform", bietet zahlreiche Photos und weist weder Anfang noch Schluß auf. Dies ist dem Umstand geschuldet, daß Band I (Baugeschichte Berlin 1640-1861. Aufstieg, Behauptung, Aufbruch) und Band III (Baugeschichte Berlin 1918-2000. Avantgarde, Reaktion, Wiederaufbau) noch nicht erschienen sind. Band I soll "demnächst" erscheinen.
Die Trilogie, deren erster Teil im Februar 2004 vom Jovis Verlag auf den Markt gebracht wurde, ist ein Sonderband der jungen Reihe "Meisterwerke Berliner Baukunst", deren erste vier Bände im Verlagshaus Braun erschienen sind. Die Reihe wird von der 1999 von Reinhard Müller, dem Geschäftsführer der Bau- und Immobilienfirma wertkonzept, ins Leben gerufenen Stiftung Denkmalschutz Berlin (www.stiftung-denkmalschutz-berlin.de), herausgegeben. Engel ist Geschäftsführer der Stiftung und hat in den letzten Jahren bereits zahlreiche Buchprojekte mit wertkonzept und dem Jovis-Verlag realisiert (u.a. "Berlin auf dem Weg in die Moderne" und ein Buch zum Berliner Dom; das erstgenannte Buch stellt quasi eine Kurzfassung des aktuellen Buches dar).
Das angezeigte Buch ist - auf den ersten Eindruck - nicht ganz auf dem neuesten Stand der Forschung, aber nichtsdestotrotz eine Bereicherung, da es das Forschungsfeld der Berliner Planungs- und Baugeschichte etabliert und honett erscheinen läßt.

Helmut Engel: Baugeschichte Berlin,
Bd. I: 1640-1861. Aufstieg, Behauptung, Aufbruch (geplant 2005?),
Bd. II: 1861-1918. Umbruch, Suche, Reform (erschienen 2004),
Bd. III: 1918-2000. Avantgarde, Reaktion, Wiederaufbau (geplant 2006?),
Berlin (Jovis-Verlag)

Die Bebauungsplanverfahren der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind im Internet aufgelistet und zwar hier. Interessant ist vor allem, daß bei zweien dieser Pläne, dem zum Gebiet zwischen Littenstraße und Molkenmarkt sowie dem zur nördlichen "Banane" an der Alexanderstraße, ausführliche Zusatzinformationen mit Bildmaterial abrufbar sind.

Stark an der Berliner Topographie interessierte Menschen treffen sich am 7. April 2004 ab 17 Uhr im Oberbaumeck, Bevernstraße 5 in Kreuzberg (U-Schlesisches Tor)!

Potentiell wichtig für die Stadtentwicklung sind die großen Industriebrachen vor allem in den Randbezirken. Im Stadtbezirk Treptow zum Beispiel sind seit den frühen 1990er Jahren riesige Flächen vor allem in Niederschöneweide, Johannisthal und Adlershof ungenutzt. Die Berliner Woche meldet, daß es seit einiger Zeit durchaus Nutzungsinteresse für etliche dieser Gebiete gab, das jedoch vom Senat abgeblockt wurde. Grund: Der Senat möchte diese Industriebrachen weiterhin der Industrieansiedlung vorbehalten, festgeschrieben im Industrieflächensicherungskonzept (ISK). Daß es nicht nur zur Zeit, sondern auch in Zukunft kaum noch Nachfrage von seiten des produzierenden Gewerbes nach ausgedehnten Flächen gibt und geben wird, wurde nun wohl auch dem Senat klar, so daß er zumindest einzelne Stücke "entwidmet" und für anderweitige Nutzung freigibt. In Adlershof werden jetzt auf dem ehemaligen IFA-Werksgelände zwei Einkaufsmärkte entstehen. Zwar ist es wahrscheinlich, daß das Einzelhandelsüberangebot früher oder später zu einer Pleitewelle führen wird. Dennoch ist die Nutzung freier Gewerbeflächen nur zu begrüßen.

 

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